• 500 Tarife im Vergleich
  • kostenlose Bedarfsanalyse
  • Kündigungsassistent
  • Seit 2007

Notfallhandy – Warum Prepaid nicht meine erste Wahl ist, wenn man das Handy nur selten braucht.

Di. 11.12.2018 von Torsten Leidloff

Besonders ältere Menschen haben oft ein Handy, um im Notfall erreichbar zu sein. Dieses nutzen Sie meist mit einer Prepaid Karte. Immerhin hat man so die Kosten im Griff und ist erreichbar bzw. kann anrufen werden, wenn nötig, so die vorherrschende Meinung. Ganz so einfach ist es leider nicht.

So ist es manch einem Nutzer schon passiert, dass sein Handy, das er längere Zeit nicht genutzt hat auf einmal im Notfall nicht mehr funktioniert. Obwohl er doch in der Vergangenheit Guthaben auf die Prepaid Karte geladen hatte und dieses bestimmt noch nicht verbraucht hat.

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Aufladung

OK. Gut manch einer weiß, dass man in konstanten Abständen immer wieder Guthaben aufladen muß, damit die Karte weiter erreichbar ist.

So ist es beispielsweise bei Congstar, wo die Prepaidkarte mindestens alle 15 Monate einmal aufgeladen werden muß, damit sie aktiv bleibt. Je nach Anbieter und Aufladung liegt der Zeitraum zwischen 4 und 24 Monaten.

Aktivitätszeitfenster

Aber auch das reicht bei einer Vielzahl Prepaid-Anbieter nicht. Vielmehr bedarf es einer Aktivität im sogenannten Aktivitätszeitfenster. Was heißt das?

Die Prepaid Karte muß, beispielsweise bei Tchibo innerhalb von 12 Monaten einmal genutzt worden sein. Das heißt es muß ein Anruf getätigt oder eine SMS innerhalb des Zeitraums versendet werden. Ansonsten kann der Anbieter kündigen.

Zwar informieren die Anbieter meist per SMS darüber. Hat man das Handy aber in dem Zeitraum gar nicht angeschalten weiß man auch nicht, dass eine SMS kam.

Der Zeitraum des Aktivitätszeitfensters ist unterschiedlich. Er variiert zum Teil sogar von der Höhe der Aufladung. So ist das Aktivitätszeitfenster bei Aldi Talk bei Kauf der Prepaid Karte 12 Monate. Lädt man danach Guthaben auf sind es bei einer Aufladung von 5 € 4 Monate. Bei einer Aufladung von 30 € hingegen 24 Monate.

Folglich muß man bei einer Prepaid Karte entweder die Aufladung oder das Aktivitätszeitfenster im Blick haben, damit man im Notfall nicht irgendwann mal ohne dasteht.

Prepaid Anbieter Übersicht

Sie haben eine Prepaid Karte, kennen aber das Aktivitätszeitfenster des Anbieters nicht?

Einen sehr guten Überblick gibt es auf prepaid-wiki.de. Bei jedem Anbieter gibt es dort einen Punkt Kartengültigkeit, der Sie über die Aufladungsintervalle oder das Aktivitätszeitfenster informiert.

Wissen Sie nicht mehr wann Sie die Karte aktiviert, bzw. aufgeladen haben oder wann die letzte Aktivität war bleibt nur eine Nachfrage beim Anbieter.

Was wäre die Alternative?

Ein Handyvertrag ohne Kosten, bei dem man nur zahlen muß, wenn man Leistung in Anspruch nimmt. Gibt es so was noch in Deutschland?

Ja, beispielsweise den 6 Cent-Tarif von winSIM. Bei diesem im o2-Netz realisierten Tarif kosten Minuten, SMS und MB 6 Cent.

Mit diesem Tarif hat man wenn man keine Optionen hinzubucht einen Handyvertrag ohne monatliche Grundkosten und muß sich nicht mehr um die Aufladung oder das Aktivitätsfenster kümmern. Statt dessen findet man dann Abbuchungen auf dem angegebenen Konto bei Nutzung des Handys.

Hinweis für Smartphone Nutzer: deaktivieren Sie das mobile Datenvolumen, wenn Sie es nicht brauchen!

Welches Handy?

Die meisten haben wahrscheinlich noch einen Klassiker zuhause rumliegen, ein einfaches Mobiltelefon, nur mit Tasten. Dies eignet sich durchaus noch als Notfallhandy und begeistert wahrscheinlich noch mit - im Vergleich zu heutigen Smartphones - langen Akkulaufzeiten.

Ansonsten bekommt man im Handel reine Tastenmobiltelefone ab 30 €.

Wechsel von der Prepaid Karte zu einem Handyvertrag ohne Grundgebühr

Sie hatten bisher eine Prepaid Karte möchten jetzt aber zu einem Handyvertrag ohne Grundgebühr wechseln? Dann stellen sich Ihnen wahrscheinlich zwei Fragen:

Kann ich meine Rufnummer mitnehmen?

Ja eine Rufnummernmitnahme zu einem neuen Anbieter ist möglich und in Deutschland gesetzlich verankert. Allerdings wird der alte Anbieter für die Freigabe der Rufnummer eine Portierungsgebühr verlangen. Diese darf maximal 30 € betragen.

Und was wird aus meinem Guthaben?

Noch vorhandenes Prepaid Guthaben können Sie sich per Überweisung auszahlen lassen.

Hier die sogenannte Verzichtserklärung als Musterschreiben

Ergänzen Sie Ihre persönlichen Daten und stellen Sie die Verzichtserklärung kurz vor dem Abschluß eines neuen Vertrags. Achten Sie darauf, dass die persönlichen Daten beim bisherigen Prepaid Karten Anbieter übereinstimmen (Name bei Heirat, Adresse bei Umzug), da nur dann eine Portierung möglich ist.

Wer schreibt hier?

Torsten Leidloff Ich bin Torsten Leidloff, Verbraucherjournalist, und beobachte die Entwicklung auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt seit 1998. Meine Erkenntis: Die Handynutzung wurde in den letzen fast 20 Jahren deutlich günstiger. Nach wie vor kann man mit einem Preisvergleich sparen, teilweise mehrere 100 €. In unseren Vergleichen finden Sie die Angebote auf dem deutschen Markt nach dem Preis sortiert. Hier im Blog gebe ich meine Erfahrung weiter und helfe Ihnen den passenden Mobilfunktarif zu finden.

 

Kundenbewertung:
Notfallhandy – Warum Prepaid nicht meine erste Wahl ist, wenn man das Handy nur selten braucht.
*****4,8 von 1 bis 5 Sternen4,8 von 1 bis 5 Sternen4.8 von 1 bis 5
auf Grundlage von 13 Bewertungen
© Handyflatrate Preisvergleich