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Datenvolumen aufgebraucht, was nun?

Mi. 27.07.2016 von Torsten Leidloff

Egal ob Allnet Flat oder Smartphone Tarif, die meisten Tarife sind in Deutschland mit einem, in der Regel monatlichen Datenvolumen versehen. Hat man dies erreicht wird entweder für den Rest des Monats gedrosselt oder nachgebucht. Dies kann je nach Vertrag manuell oder auch automatisch geschehen.

Datenvolumen aufgebraucht

Drosselung:

Im klassischen Fall erfolgt die Drosselung. Waren dies in der Vergangenheit immer 56 oder 64 kBit/s drosseln jetzt einige Anbieter deutlich stärker. So bekommt man bei Vodafone, O2 und Congstar nach Drosselung nur noch 32 kBit/s. Bei Drillisch sind es sogar nur 16 kBit/s.

Während mit 64 bzw. 56 kBit/s der ein oder andere Dienst, u.a. auch das Versenden von Fotos via Whats App noch funktioniert, ist dies mit 32 kBit/s bzw. 16 kBit/s ein schon eher langwieriges Unterfangen.

Nachbuchen:

Da bleibt einem dann oft nur die Möglichkeit, das meist per SMS eintrudelnde Angebot: „Lieber Kunde, sie surfen jetzt mit reduzierter Geschwindigkeit, da die Volumengrenze Ihres Tarifs erreicht ist. … Wiederherstellung Ihrer Ausgangsgeschwindigkeit ...“ anzunehmen. Dies kostet dann je nach Anbieter und Tarif zwischen 2,95 € und 14,95 €. Meist steht dann noch einmal das gleiche Datenvolumen zur Verfügung, manchmal auch nur ein Teil dessen.

Die Alternative, insbesondere kurz vor Monatsende: Wo möglich auf kostenfreie WLAN Hotspots ausweichen.

Datenautomatik:

Die Option, zu wählen ob nachgebucht wird oder nicht haben Kunden mit aktivierter Datenautomatik nicht. Bei diesen wird bei Erreichen des monatlichen Datenvolumens automatisch nachgebucht. Das kostet zwischen 2 und 3 € je automatische Aufladung und erfolgt in der Regel bis zu dreimal bevor dann gedrosselt wird. Die Datenautomatik gibt es bei o2, BASE, Vodafone und Drillisch. Die Datenautomatik kann man allerdings im Vorfeld deaktivieren. Dies gilt aber nicht für eine Vielzahl Drillisch Tarife. Sind diese mit dem Hinweis versehen: „Die Datenautomatik ist fester Tarifbestandteil“ ist eine Abwahl nicht möglich!

Fazit:

In Zeiten von Musik- und Video-Streaming, sowie der Nutzung von Cloud Diensten ist mit einem weiter zunehmenden Datenvolumen zu rechnen.

Daher sollte man schauen, dass man wo möglich datenintensive Dienste im WLAN nutzt. Das ist aus meiner Sicht auch die einzige Erklärung dafür, dass das durchschnittliche mobile Datenvolumen in Deutschland 2015 bei nur 377 MB liegt (Siehe TK-Marktstudie 2015).

Läuft man trotzdem mehrere Monate in Folge in die mobile Drosselung stellt sich die Frage nach einem Wechsel in einen Smartphonetarif mit mehr Datenvolumen.


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