Der weltweite Smartphone-Markt ist im dritten Quartal 2026 deutlich geschrumpft. Nach Angaben von Omdia wurden rechnerisch rund 256,1 Millionen Smartphones ausgeliefert. Das sind etwa 20 Prozent weniger als im Vorjahresquartal, in dem das Marktvolumen bei 320,1 Millionen Geräten lag.

Samsung und Apple führen den Markt weiterhin mit großem Abstand an. Dahinter folgen Xiaomi, OPPO und vivo. Die folgende Grafik zeigt die aus dem Gesamtvolumen und den gerundeten Marktanteilen abgeleiteten Stückzahlen in Millionen Geräten.

Vergleich der weltweit ausgelieferten Handys im dritten Quartal 2012 und der Smartphones im dritten Quartal 2026, jeweils in Millionen Geräten.
Weltweite Geräteauslieferungen im Q3 2012 und Q3 2026 in Millionen. Die Werte für 2026 sind Näherungswerte, berechnet aus dem von Omdia gemeldeten Marktrückgang und den gerundeten Marktanteilen.

Samsung liefert rund 58,9 Millionen Smartphones aus

Samsung bleibt mit einem Marktanteil von 23 Prozent der größte Smartphone-Hersteller. Umgerechnet entspricht das rund 58,9 Millionen ausgelieferten Geräten. Das breite Angebot von günstigen Galaxy-A-Modellen bis zu Premium- und Foldable-Geräten hilft dem Hersteller, unterschiedliche Preisbereiche abzudecken.

Apple kommt auf rund 56,3 Millionen iPhones

Apple erreicht 22 Prozent Marktanteil und damit rechnerisch etwa 56,3 Millionen ausgelieferte iPhones. Der Abstand zu Samsung beträgt somit nur rund 2,6 Millionen Geräte. Zusammen stehen Samsung und Apple für etwa 115,2 Millionen Smartphones beziehungsweise 45 Prozent des weltweiten Marktes.

Xiaomi bleibt mit rund 30,7 Millionen Geräten auf Platz drei

Xiaomi erzielt einen Marktanteil von 12 Prozent. Daraus ergeben sich rund 30,7 Millionen ausgelieferte Smartphones. Der chinesische Hersteller bleibt damit klar auf dem dritten Platz, liegt aber weiterhin deutlich hinter Samsung und Apple.

OPPO und vivo folgen mit zusammen rund 43,5 Millionen Geräten

OPPO kommt einschließlich realme und OnePlus auf 9 Prozent Marktanteil und rechnerisch rund 23,0 Millionen Geräte. vivo erreicht 8 Prozent beziehungsweise rund 20,5 Millionen Smartphones. Gemeinsam kommen beide Hersteller damit auf etwa 43,5 Millionen ausgelieferte Geräte.

Weitere Hersteller liefern rund 66,6 Millionen Smartphones aus

Auf alle weiteren Hersteller entfallen zusammen 26 Prozent des Marktes. Das entspricht ungefähr 66,6 Millionen Geräten. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Marken wie Honor, Huawei, Motorola, Google und Transsion mit seinen Marken Tecno, Infinix und itel.

Warum die Stückzahlen Näherungswerte sind

Omdia nennt für Q3 2026 einen Rückgang des weltweiten Marktes um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und veröffentlicht gerundete Marktanteile der Hersteller. Ausgehend von 320,1 Millionen Geräten im Q3 2025 ergibt sich für Q3 2026 ein rechnerisches Gesamtvolumen von rund 256,1 Millionen Smartphones. Die Herstellerwerte wurden aus diesem Gesamtvolumen und den veröffentlichten Marktanteilen berechnet. Wegen der gerundeten Prozentangaben sind sie nicht als exakte Lieferzahlen, sondern als belastbare Näherungswerte zu verstehen.

Speicherkrise verändert den Smartphone-Markt

Als einen wichtigen Grund für den Marktrückgang nennt Omdia die angespannte Versorgung mit Speicherkomponenten. Steigende Kosten belasten insbesondere günstigere Smartphones, weil sich höhere Bauteilpreise dort schwerer auffangen lassen. Hersteller konzentrieren sich deshalb stärker auf margenstärkere Modelle und passen Produktion, Preise und Modellprogramme an.

Google Pixel bleibt außerhalb der Top 5

Google gehört mit seinen Pixel-Smartphones weiterhin zur Gruppe der weiteren Hersteller. Omdia weist für Google im Q3-Bericht keine eigene Stückzahl aus. Deshalb lässt sich aus den veröffentlichten Daten keine belastbare Pixel-Liefermenge für das dritte Quartal 2026 ableiten.

Was wurde aus Nokia?

Nokia lag 2012 noch auf dem zweiten Platz und lieferte im dritten Quartal 82,3 Millionen Handys aus. Heute gehört die Marke nicht mehr zu den fünf größten Smartphone-Anbietern. Der Wechsel vom klassischen Handy zum Smartphone und der späte Einstieg in moderne Betriebssysteme kosteten Nokia innerhalb weniger Jahre die frühere Marktführerschaft.

Die Entwicklung zeigt, wie schnell sich der Markt verändern kann. Ein großer Markenname allein reicht nicht. Entscheidend sind ein konkurrenzfähiges Betriebssystem, lange Softwareunterstützung, eine starke Lieferkette und ein Angebot vom günstigen Modell bis zum Top-Smartphone.

Fazit

Samsung und Apple dominieren den weltweiten Smartphone-Markt auch im dritten Quartal 2026. Rechnerisch liefern beide Unternehmen zusammen rund 115 Millionen Geräte aus. Xiaomi behauptet Platz drei, während OPPO und vivo zusammen auf etwa 44 Millionen Smartphones kommen. Gleichzeitig zeigt der Rückgang auf insgesamt rund 256 Millionen Geräte, wie stark höhere Komponentenkosten und die Speicherknappheit den Markt belasten.

Für Verbraucher lohnt es sich deshalb, neben dem Kaufpreis auch Update-Zeitraum, Speicher, Reparierbarkeit und den Preis eines passenden Handyvertrags zu vergleichen. Bei der Gerätewahl spielt außerdem das Betriebssystem eine wichtige Rolle. Einen Überblick bietet der Beitrag Smartphone-Betriebssysteme im Vergleich.

Quellen und Datenbasis