
Asiatische Hersteller bestimmen den weltweiten Smartphone-Markt auch 2026. Samsung aus Südkorea führt weiterhin, dahinter folgen Apple sowie Xiaomi, OPPO und vivo.
Ganz so einfach wie 2012 ist die Geschichte aber nicht mehr. Apple ist als US-Unternehmen einer der beiden Marktführer, lässt seine Geräte jedoch überwiegend in Asien fertigen. Gleichzeitig haben chinesische Marken längst einen festen Platz unter den größten Smartphone-Anbietern.
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Smartphone-Markt im 2. Quartal 2026
Nach den endgültigen Zahlen von Omdia wurden im 2. Quartal 2026 weltweit 272 Millionen Smartphones ausgeliefert. Das waren sechs Prozent weniger als im Vorjahresquartal.
Samsung blieb mit 60,5 Millionen Geräten und 22 Prozent Marktanteil die Nummer eins. Apple folgte mit 55,1 Millionen iPhones und 20 Prozent. Danach kamen Xiaomi mit 31,2 Millionen Geräten, OPPO einschließlich realme und OnePlus mit 28,4 Millionen sowie vivo mit 21,5 Millionen Smartphones.
Damit stammen vier der fünf größten Anbieter aus Asien. Zählt man Apple nicht nach Firmensitz, sondern nach Fertigung und Lieferkette, ist der Einfluss Asiens auf den gesamten Markt noch deutlich größer.
Samsung bleibt vorn – Apple holt auf
Samsung hatte Nokia bereits 2012 als weltgrößten Handyhersteller abgelöst. Daran hat sich grundsätzlich nichts geändert. Die Galaxy-S-Serie bedient das Premiumsegment, während die Galaxy-A-Modelle für hohe Stückzahlen in der Mittel- und Einsteigerklasse sorgen.
Apple erreichte im 2. Quartal 2026 mit 20 Prozent den bisher höchsten Marktanteil in einem zweiten Quartal. Das ist bemerkenswert, weil dieses Quartal für Apple normalerweise eher schwach ist. Samsung und Apple profitieren derzeit davon, dass sie hohe Stückzahlen einkaufen, ihre Lieferketten gut absichern und im teureren Marktsegment besonders stark sind.
Chinesische Hersteller sind nicht mehr wegzudenken
Xiaomi behauptete trotz deutlicher Rückgänge den dritten Rang. Dahinter folgen OPPO und vivo. Alle drei Marken kommen aus China und stehen heute gemeinsam für einen erheblichen Teil des weltweiten Smartphone-Marktes.
2012 war von diesen drei Herstellern noch keiner unter den fünf größten Anbietern vertreten. Damals belegte ZTE den vierten Rang. 2026 zeigt sich ein deutlich anderes Bild: Xiaomi, OPPO und vivo haben sich dauerhaft in der Weltspitze etabliert.
Google Pixel wächst aus einer kleinen Basis
Auch Google baut seine Pixel-Reihe weiter aus. In der weltweiten Rangliste reicht es zwar noch nicht für die Top 5, die Richtung ist aber interessant: Laut Counterpoint stiegen die weltweiten Pixel-Auslieferungen im 2. Quartal 2026 um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im gesamten Jahr 2025 soll das Wachstum bei 25 Prozent gelegen haben.
Besonders wichtig ist für Google der US-Markt. Dort erreichte die Pixel-Reihe im 1. Quartal 2026 nach Daten von Counterpoint rund drei Prozent Marktanteil. Im 3. Quartal 2025 waren es nach dem Start der neuen Pixel-Generation zeitweise sieben Prozent.
Google veröffentlicht selbst keine separaten Verkaufszahlen für seine Smartphones. Die Werte sind deshalb Schätzungen von Marktforschern. Im weltweiten Vergleich bleibt Google vorerst Teil der Gruppe „Andere“. Die Pixel-Geräte sind für den Markt trotzdem relevant, weil Google neue Android- und KI-Funktionen häufig zuerst auf der eigenen Hardware zeigt.
Der Markt verschiebt sich zu teureren Geräten
Die Hersteller kämpfen 2026 mit hohen Kosten für Speicher, Chips und weitere Bauteile. Besonders betroffen sind günstige Smartphones, weil dort die Gewinnspannen ohnehin klein sind. Viele Anbieter reduzieren deshalb ihr Angebot im Einstiegssegment und konzentrieren sich stärker auf Mittelklasse- und Premiumgeräte.
Für Verbraucher bedeutet das: Sehr günstige Smartphones könnten seltener werden. Gleichzeitig verlängert sich die Nutzungsdauer vieler Geräte. Gute Update-Versprechen, ein austauschbarer Akku und ausreichend Speicher werden deshalb wichtiger als ein möglichst schneller Modellwechsel.
Was wurde aus Nokia?
Nokia lag 2012 noch auf dem zweiten Platz und lieferte im 3. Quartal 82,3 Millionen Handys aus. Heute gehört die Marke nicht mehr zu den fünf größten Smartphone-Anbietern. Der Wechsel vom klassischen Handy zum Smartphone und der späte Einstieg in moderne Betriebssysteme kosteten Nokia innerhalb weniger Jahre die frühere Marktführerschaft.
Die Entwicklung zeigt, wie schnell sich der Markt verändern kann. Ein großer Markenname allein reicht nicht. Entscheidend sind ein konkurrenzfähiges Betriebssystem, lange Softwareunterstützung, eine starke Lieferkette und ein Angebot vom günstigen Modell bis zum Top-Smartphone.
Fazit
Asiatische Hersteller dominieren den Smartphone-Markt auch 2026. Samsung führt, Xiaomi, OPPO und vivo gehören zur weltweiten Spitzengruppe. Apple bleibt allerdings der starke Gegenpol und liegt nur knapp hinter Samsung.
Für Verbraucher ist der intensive Wettbewerb grundsätzlich gut. Die Auswahl bleibt groß und neue Funktionen gelangen schnell in günstigere Geräteklassen. Wegen steigender Bauteilkosten lohnt es sich aber mehr denn je, nicht nur den Kaufpreis zu vergleichen. Auch Update-Zeitraum, Speicher, Reparierbarkeit und der Preis eines passenden Handyvertrags gehören zur Gesamtrechnung.
Ein nicht zu unterschätzendes Thema ist auch das Smartphone-Betriebssystem. Am Ende heißt die Entscheidung meist: iPhone oder Android. Diesem Thema und der Frage, welche Nischenanbieter es noch gibt, widmen wir uns im Beitrag Smartphone Betriebssysteme im Vergleich.
Quellen und Datenstand: Omdia, endgültige weltweite Smartphone-Auslieferungen für das 2. Quartal 2026, veröffentlicht am 30. Juli 2026; ergänzend IDC Worldwide Quarterly Mobile Phone Tracker für das 1. Quartal 2026 sowie Counterpoint Research zu Google Pixel und dem US-Smartphone-Markt.
Wer schreibt hier?
Ich bin Torsten Leidloff, Verbraucherjournalist, und beobachte die Entwicklung auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt seit 1998. Meine Erkenntnis: Die Handynutzung wurde in den letzten Jahren deutlich günstiger. Nach wie vor kann man mit einem Preisvergleich deutlich sparen. In unseren Vergleichen findest Du Angebote auf dem deutschen Markt nach dem Preis sortiert. Hier im Blog gebe ich meine Erfahrung weiter und helfe Dir, den passenden Mobilfunktarif zu finden.
