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Telefonieren & Surfen im Ausland
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Telefonieren & Surfen im Ausland

Wer kennt das nicht? Man liegt im Urlaub bequem am Strand oder schaut sich die lokale Kultur einer fremden Stadt im Ausland an. Schnell wird das Handy gezückt, ein paar Fotos geknippst und sie per MMS zurück nach Deutschland verschickt oder per SMS das aktuelle Befinden samt Aufenthaltsort an die Daheimgebliebenen weitergegeben. Gleiches gilt für den Anruf abends aus dem Hotelzimmer nach Hause, oder dem schnellen Check der Wettervorhersagen, neuesten Schlagzeilen oder Facebookeinträgen via Smartphone. Man kann diese Kette sicherlich endlos weiter mit Klischees füllen, und das soll hier nicht überstrapaziert werden. Eines haben jedoch all diese Aktivitäten gemeinsam: Sie verursachen Kosten, genauer gesagt sogenannte Roamingkosten.

Was ist Roaming?

Das Wort Roaming steht dabei für die Erreichbarkeit im Ausland, oder direkt übersetzt für „schlendernd“. Ohne groß nachzudenken bewegt man sich im fremden Netz, und erlebt nach dem Urlaub mit der hohen Mobilfunkrechnung eine böse Überraschung. Der folgende Artikel soll Aufschluss darüber geben, auf welche (versteckten) Kosten man bei der Handynutzung im Ausland achten sollte, welche Alternativmöglichkeiten es gibt um Kosten zu sparen und welche oftmals speziellen Regelungen dabei beim Surfen über das Smartphone gelten.

Bevor man sich im Detail mit möglichen Kosten beschäftigt, muss man sich ersteinmal bewusst werden wo man sich gerade aufhält. Diese salopp klingende Überlegung hat ihre Tücke im Detail. So sind bereits innerhalb von Europa einige Länder als Nicht-Mitglieder von dem günstigen EU-Tarif ausgeschlossen, darunter oftmals beliebte Urlaubsländer wie die Schweiz, die Türkei oder Kroatien. Da diese Aussschlüsse von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sein können, gilt es sich im Vorfeld genau zu informieren. Ähnliches gilt für Staaten wie die USA oder Kanada, klar sollte hierbei sein das mit höheren Roaming-Kosten als innerhalb der EU zu rechnen ist, jedoch muss die Entfernung nicht automatisch für höhere Kosten als in vermeindlich näheren Ländern wie z.B.: Russland oder an der nordafrikanischen Küste stehen.

Was ist zu beachten beim Telefonieren aus dem Ausland?

Sowohl ausgehende als auch eingehende Anrufe belasten das eigene Konto, hier kann man durch das Buchen von Optionstarifen gegenüber den Standardpreisen teils deutlich sparen. Aufgrund einer gesetzliche Angleichung der Roamingtarife in der EU ist es heutzutage dort nur noch in seltenen Fällen nützlich vor Ort manuell das Netz zu wählen. Neben der Wahl eines speziellen Auslandtarifes, kann man auch deutliche Einsparungen erzielen, indem man preisgünstige Prepaid-Karten von inländischen Anbietern erwirbt. Auch hier sollte man sich bereits im Vorfeld der Reise im Detail mit den Angeboten und dem Erwerb vor Ort vertraut machen.

Eine Alternative zur Informationsvermittlung via Telefonat bietet das Versenden von SMS und MMS. Anders als beim Gespräch, ist der Empfang von Textnachrichten oftmals kostenfrei (besonders in den EU-Ländern). Das Versenden wiederum kostet pro Nachricht zweistellige Centbeträge. Es ist also durchaus eine Überlegung wert, ob man nach Ankunft nach Hause telefoniert oder in einer SMS zusammenfasst.

Was ist zu beachten beim Surfen im Ausland ?

Während die Kosten für Auslandstelefonate in den letzten Jahren immer mehr gedeckelt wurden, ist bei dem Datenaustausch je nach Land nach wie vor mit teils extrem hohen Kosten zu rechnen (5 Euro und mehr pro MB sind da keine Seltenheit). Die Europäische Union hat zudem ein Cut-Off-Mechanismus eingeführt, das heisst ab einem Gesamtbetrag von 59,90 Euro wird der Internetzugang ersteinmal automatisch unterbrochen, bis der Nutzer die weitere Nutzung aktiv wieder zugestimmt hat. Da ausserhalb der EU noch nicht einmal derartige Kostenbremsen existieren, sollte hier besonders sensibel mit möglichen Internetkosten umgegangen werden.

Alternativen gibt es jedoch genug: Viele Netzbetreiber bieten Daten-Roaming-Pakete an. Je nach Surfverhalten sollte das Paket gewählt werden, welches dem persönlich durchschnittlichen Verbrauch von Datenvolumen entspricht. Vor Reiseantritt kann sich, wie bei der Telefonie, gerade bei der Internetnutzung die Information über inländische Prepaid-Karten lohnen. Für Handys mit WLAN kann selbstredend auch die Nutzung eines Hotspots im Hotel oder öffentlichen Plätzen gegen eine vergleichsweise geringe Gebühr oder kostenfrei in Frage kommen. Hier sollte jedoch aus Sicherheitsgründen auf die Arbeit mit sensiblen Daten wie Onlinebanking verzichtet werden. Dies gilt auch für die Nutzung von lokalen Internetcafes.

Zum kurzen Betrachten der Wettervorhersagen, öffentlicher Homepages der lokalen Gastronomie und Kultur oder um sich über die neuesten Nachrichten zu informieren, sind WLAN und Internetcafe als Sparoptionen im Ausland durchaus zu empfehlen.

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