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WLAN statt LTE – worauf bei der Nutzung kostenloser WLAN Hotspots achten und wie finde ich sie?

Do. 14.07.2016 von Torsten Leidloff

Immer wieder haben wir hier darauf verwiesen, für die Nutzung des Smartphones, Laptops oder Tablets bei großem Datenvolumen, wie z.B. beim Download oder Update von Apps oder dem schauen von Videos auf WLAN auszuweichen, um das mobile Datenvolumen zu schonen. Worauf ist dabei zu achten?

kostenloses WLAN gibt es u.a. an vielen Bahnhöfe

Befindet man sich in seinem eigenen WLAN oder in dem seines Arbeitgebers ist die Nutzung an sich ungefährlich. Anders schaut es aus, wenn man beispielsweise unterwegs auf kostenlose öffentlich zugängliche WLAN Hotspots zugreift. Nicht immer muß der gefundene Hotspot der sein, für den er sich ausgibt, wie das WLAN Hack Experiment von Avast beim Mobile World Congress zeigte.

Dazu Gagan Singh, President of Mobile von Avast: "Viele Nutzer wissen, dass das Surfen im offenen WLAN unsicher ist. Einige dieser Nutzer wissen aber nicht, dass sich ihr Gerät automatisch mit einem WLAN-Netzwerk verbinden, wenn sie dies nicht in ihren Einstellungen ausschalten".

Folglich unsere Empfehlung: die automatische Suche nach WLAN am Smartphone, Tablet oder Laptop ausschalten, wenn man es nicht gerade aktiv nutzt. Ansonsten für sensible Daten auf das mobile Datenvolumen des Handyvertrags zurückgreifen.

Loggt man sich nämlich bei einem kostenlosen, vermeintlich seriösen WLAN Hotspot hinter dem sich aber ein Hacker verbirgt ein könnte dieser ohne viel Aufwand den Datenverkehr mitlesen, egal wo er sich aufhält. Auch könnte er ihn mitschneiden und später auf für ihn interessante Daten durchsuchen.

Letztendlich lassen sich unverschlüsselte Daten in jedem WLAN-Netz mitlesen. Insofern Vorsicht bei der unverschlüsselten Übermittlung von persönlichen Daten. Oder anders gesagt, seinen Sie sich bewusst, welche Daten sie übermitteln und dass diese gegebenenfalls mitgelesen werden könnten.

Möchte man doch sensible Daten übertragen empfehlen wir die Nutzung eines VPN-Dienstes (Android / iOS). Das einloggen in unbekannte bzw. nicht zuordenbare WLAN-Hotspots sollte man vermeiden.


Kostenlosen WLAN Hotspot finden

Mittlerweile gibt es kostenlose WLAN-Hotspots an vielen Flughäfen und Bahnhöfen, in vielen Cafés, Bars und Restaurants, sowie an öffentlichen Plätzen. Und auch die evangelische Kirche betreibt in Berlin, nicht nur für Gläubige, kostenlose WLAN-Hotspots unter dem Namen godspot.

Um WLAN Hotspots zu finden empfehlen wir die Nutzung von Apps, wie z.B. Wifi Finder (Android) oder wefi Pro (Android / iOS).

Hat man einen, in der Vergangenheit von einem nicht benutzten WLAN-Hotspot gefunden kann man diesen vor Nutzung nochmal mit maps.skycure.com abgleichen. Dort werden gemeldete möglicherweise bösartige Hotspots aufgeführt. Die Karte erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Anmeldung an einen WLAN-Hotspot erfolgt in der Regel mit Benutzername und Passwort. Beide erhält man beim Betreiber. Als Verbindungsprofil sollte „öffentliches Netzwerk“ eingestellt werden.

Wie absichern?

Es gibt keinen 100%igen Schutz. Zur Absicherung der im öffentlichen WLAN genutzten Geräte (Smartphone, Laptop, Tablet und Co) empfiehlt das Bundesamts für Sicherheit und Informationstechnik: Sie sollten besonders abgesichert sein. „Zu den üblichen Maßnahmen zählen unter anderem die Absicherung des Betriebssystems, Festplattenverschlüsselung, Einsatz einer Personal Firewall und eines Virenschutzprogramms und das Arbeiten mit eingeschränkten Benutzerrechten“.

Die verwendete Sicherheitssoftware sollte auf dem aktuellen Stand sein. Bei Windows-Betriebssystemen sollte man zudem die automatische Dateifreigabe deaktivieren, da sonst andere Nutzer im WLAN Zugriff auf eigene Daten erhalten könnten.

 

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