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Seit Anfang November ist es im Regelbetrieb möglich per Touch&Travel bei der Deutschen Bahn per Smartphone bequem ein virtuelles Bahnticket zu lösen. Auch schon zuvor war es möglich sich per Apple- oder Android-Smartphone über die App bei Touch & Travel zu registrieren. Bisherige, auch noch bestehende, Einschränkung: Der Kunde muss in Besitz einer SIM-Karte im Netz der Telekom oder Vodafone sein. Die ursprüngliche Idee, das Projekt via NFC umzusetzen, konnte sich nicht durchsetzen. Erst ein paar ausgewählte Smartphones besitzen einen implementierten NFC-Chip. Wir haben uns die neue Möglichkeit des Ticket-Erwerbers einmal näher angeschaut.
Wie funktioniert Touch & Travel? Laut Deutscher Bahn gibt es drei Möglichkeiten: 1. Sich per GPS-Positionierung orten lassen, um so den Abfahrts-und Ankunftsbahnhof zu übermitteln. 2. Auf dem jeweiligen Bahnhof einen Barcode auf speziellen Schildern einscannen und somit seinen Weg per Start- und Zielpunkt bestimmen. 3. Eine bestimmte Nummer, die ebenfalls auf dem Schild vermerkt ist, wählen und dadurch seine Position durchgeben. Bei der Kontrolle soll es reichen sein Smartphone samt aktivierter App vorzuzeigen. Wie bezahl ich bei Touch & Travel? Sämtliche Daten werden übermittelt, am Monatsende als Rechnung zusammengestellt und im Anschluss per Lastschrift vom Konto abgebucht. Die Nutzung der App verursacht bei dem Ticket keine Zusatzkosten, jedoch muss eine Datenverbindung in das Internet hergestellt werden. Wer Rabattkarten wie die Bahncard besitzt, kann diese bei der Registrierung auf der Website mit angeben. Auch wird bei der Buchung berücksichtigt ob sich eine Tageskarte oder ein Einzelfahrschein für den Kunden im jeweiligen Verkehrsverbund lohnt. Monatskarten werden dabei allerdings nicht berücksichtigt. Auch ist zu beachten, dass Nahverkehrszüge und Privatbahnen bisher Touch & Travel nicht unterstützen. Voraussetzung bleibt nach wie vor die Nutzung einer SIM-Karte der Telekom oder von Vodafone. Es ist zu erwarten, dass auch o2 sich ab kommenden Jahr am Ticketdienst beteiligen wird. Kunden von E-Plus müssen sich, nicht zuletzt durch den dort deaktivierten LBS-Dienst der Bahn, wohl noch länger gedulden. Alternativen zu Touch & Travel Neben der Nutzung von Touch & Travel, gibt es für Smartphone-Besitzer noch weitere Möglichkeiten zum mobilen Ticketkauf. 1. Über das DB-Portal m.bahn.de erhält man neben dem virtuellen Ticket ebenso Auskunft über mögliche Verspätungen des gewählten Zuges und alternative Verbindungsmöglichkeiten. Tickets können erst ab einer Reisedistanz von 51km und bis maximal 5 Personen über das Portal gebucht werden. Das gebuchte Ticket kommt per MMS und zusätzlich als Online-Ticket samt Buchungsbestätigung auf das Smartphone. Für Fahrkarten ab einem Preis von 5 Euro gibt es Bonuspunkte die später in Prämien umgewandelt werden könnnen. 2. Per App DB-Navigator lässt sich die Reise durch eine umfassende Datenbank an Haltestellen im öffentlichen Personenverkehr planen. Auch hier werden die Ankunfts-und Abfahrtszeiten in Echtzeit (inklusive Verspätungen) angezeigt. Per hinterlegtem Buchungsprofil kann auch direkt über die App ein Ticketkauf vorgenommen werden. Die DB-Navigator App ist für Apple iPhone, WindowsPhone und Android Smartphones und Geräten mit weiteren gängigen Handy-Betriebssystemen downloadbar. Auf der Serviceseite der Bahn findet man noch einmal alle Alternativen zu Touch & Travel zusammengefasst.
Fazit Mit der Touch&Travel Funktion erspart man sich das Warten am Ticketautomaten oder Schalter. Ein kurzes Einscannen oder bloßes Übermitteln der GPS-Daten reicht aus. Wir empfehlen jedoch ausdrücklich sich auch hier die Tarifpreise der Verkehrsverbünde und Tickets der Deutschen Bahn im Vorfeld genau anzuschauen, nur so umgeht man Überraschungen mit der Rechnung am Monatsende. Die genaue Funktionsweise ist in diesem Video der Deutschen Bahn auch noch einmal zusammengefasst. Wem diese Option zuviel Spielerei ist, als zu unsicher erscheint oder doch lieber sein Ticket "sehen" möchte, kann mobil auf das Onlineportal der Deutschen Bahn zurückgreifen.
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