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Seit Anfang Mai 2011 ist bekannt, dass der IT-Konzern Apple nach dem jährlich erstellten Ranking der Marktforscher von Millward Brown die derzeit teuerste Marke der Welt ist. Mit einem Marktwert von 153,3 Mrd US-Dollar (rund 106 Mrd Euro) sind sie gleichfalls der Goliath in der IT-Branche.
Google, zuvor vier mal die wertvollste Marke, belegt demnach mit „nur“ rund 111,5 Mrd US-Dollar Platz 2 hinter Apple. Der Konflikt der beiden weltgrößten Wirtschaftsriesen spielt sich auch im Bereich der Smartphone Betriebssysteme wieder. Im Klartext bedeutet das : Googles aktuelles Android Gingerbread (2.3.4) gegen das Anfang Mai veröffentliche iOS 4.3.3 von Apple. Sowohl RIM mit der siebenten Version des Blackberry-Betriebssystems (soll ab Sommer diesen Jahres auf den Markt kommen), als auch Windows Phone 7 und das vor kurzem gestartete Bada von Samsung können im Konflikt beider Giganten derzeit nicht mithalten. Welches Betriebssystem ist denn nun aber das bessere für mich als Smartphone-Nutzer? Eine Frage, mit der sich seit Anbeginn der Smartphone-Ära unzählige Communities und Fachmedien beschäftigt haben. Das OS (operating system, deutsch: Betriebssystem) von Apple ist neben dem iPod und iPad auch auf dem iPhone zu finden. Android findet man neben dem Google Handys der Nexus-Reihe, mittlerweile auf Smartphones der Hersteller Samsung, HTC, LG, Motorola, und Sony Ericsson (wenn es deren Hardware hergibt). Beide Betriebssysteme haben beim Bedienkomfort ihrer Spezifikationen wie E-Mail und Kalenderverwaltung ihren individuellen Charakter, gleichen sich jedoch im Inhalt. Betrachtet man das App-Angebot so hat sich innerhalb eines Jahres einiges geändert. Gab es Mitte 2010 mit rund 200.000 Applikationen im Apple Appstore noch mehr als die dreifache Menge als im Android-Market, so hat sich die Angebotspalette mittlerweile nahezu angeglichen. Darüber hinaus wird prognostiziert, dass der stärker wachsende Android-Market ab Mitte des Jahres das Angebot von Apple bei rund 425.000 verschiedenen Apps überholt. Welchen Mehrwert dieses „Wettrennen“ für den einzelnen Nutzer hat, bleibt offen. Sicherlich könnte man behaupten, es gäbe zu jedem noch so exotischen Thema mittlerweile eine Applikation. Einen wirklichen Nutzen hat der Smartphonebesitzer aber nur dann, wenn er diese auch mit möglichst geringem Aufwand aus dem Überangebot filtern kann. Auch wenn der Android-Marktplatz im allgemeinen etwas langsamer ist, und die Benutzeroberfläche der Android-Handys zum Anordnen der Apps von manch einem als umständlicher angesehen wird, muss man auch hier feststellen, dass der Unterschied zwischen beiden Betriebssystemen nicht signifikant ist. Bei der Webnutzung gibt es Unterschiede durch die eingesetzten Browser Chrome (bei Android) und Apples Safari. Auch steht die individuelle Gewohnheit des Nutzers bei der Entscheidung hin zu einem OS im Vordergrund. Während der auf den Smartphones verwendete Google-Browser bis Android Version 2.1 noch langsamer im Seitenaufbau gegenüber Safari war, ging ab Version 2.2 der Aufruf von Javascript deutlich schneller gegenüber dem Apple-Browser. Zudem ist die Flash Nutzung auf dem iPhone nach wie vor erst nach Installation einer App möglich.
Beim Thema Sicherheit können sogar das BlackBerry OS und Microsofts Windows Phone 7 mehr als mithalten. Beide bieten eine schwerer zu knackende geräteinterne Verschlüsselung und können auch deutlich mehr Sicherheitsoptionen aufweisen als das iOS 4 und Android. Apple führt derweil noch deutlich im Bereich Zubehör. Die Betonung liegt hier auf dem „noch“. Denn Google stellte unlängst auf der Google I/O 2011 in San Francisco das ab sofort verfügbare Android Open Accessory Development Kit vor. Das unter anderem legt fest wie per USB angeschlossene Geräte mit dem Android-Smartphone kommunizieren. Hierbei rücken auch die möglichen Android-kompatiblen Stereoanlagen in den Vordergrund, welche es für das Iphone seit längere Zeit gibt. Beide großen Smartphone Betriebssystemanbieter schenken sich gegenseitig nichts. Das macht es umso schwerer eine klare Empfehlung auszusprechen. Der Vorteil bei Android liegt auch in Zukunft bei der Vielfalt an Handys verschiedener Hersteller. Wer sich jedoch für ein iPhone entscheidet, liegt allenfalls im Preissegment etwas höher als eine Vielzahl Android Smartphones.
Eine Handymarke, die nach wie vor in vielen Taschen vibriert, soll hier nicht unterschlagen werden: Nokia. Denn der in den letzten Jahren etwas schweigsam gewordene Konzern wird künftig das Windows-Phones-Betriebssystem nutzen. Zusätzlich hat Microsoft in der letzten Woche mit RIM ausgehandelt das auf den BlackBerry-Smartphones in der Grundeinstellung die Microsoft Suchmaschine Bing verwendet wird. Bis das Nokia mit dem Betriebssystem Windows Phone auf den Markt kommt, wird wohl noch ein Jahr vergehen. Wer Microsoft kennt, weiß zumindest , dass der Androide unter dem Apfelbaum durch das Fenster bereits mit Argusaugen beobachtet wird. |